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08 September 2009

Elternzeit = Eltern minus Zeit

Wow, ein ganzer Monat Urlaub, dachte ich vor meinem 1. Monat Elternzeit. Mein Gott, wohin nur mit der ganzen Zeit? Ich würde meine ganzen Alt-Projekte aufarbeiten können, ein halbes Dutzend PC-Spiele durchzocken, die Wohnung neu streichen, alle ungesehenen DVDs im Regal anschauen (endlich alle 3 Herr der Ringe Filme in der Extended Version!) und die restlichen 3 Wochen auf dem Balkon in der Sonne liegen.

Die Realität, liebe Jung-Väter, ist davon ein Stück entfernt.

Da wir in der Babyschlaf-Lotterie ein gutes Los gezogen haben, beginnt der Tag mit Kind um halb 8 und endet um 20 Uhr (2 - 3 Nachtank-Unterbrechungen während der Nacht nicht mitgerechnet). Diese 12,5 Stunden unterteilen sich in kleine Häppchen zu je 5 - 30 Minuten. Je nachdem, wie lange the baby etwas (nicht) tut. Im Falle unserer 8 Monate alten Tochter sind zu den basic skills schlafen, essen, essen in Giftmüll umwandeln und schreien noch brabbeln, quieken, fernsehen, Brei essen, Papier essen, Sachen runterwerfen, sitzen, herumrollen, meckern, lachen, baden, Schnullerweitwurf, Godzilla spielen und durch die zahnlosen Gaumen pfeifen dazugekommen.

Wie man sich denken kann (oder in meinem Fall hätte denken können), ist die Aufmerksamkeitsspanne eines Kleinkindes nicht unähnlich der einer Stubenfliege. Da man die kleinen Dinger (Kinder, nicht Fliegen) im Prinzip keine 10 Minuten am Stück aus den Augen lassen kann, unterteilt sich auch Tagesrhythmus der Eltern in Zeithäppchen. Etwas eine ganze Stunde lang konzentriert zu tun, ist nur während Babys Schlafpausen drin. Einige Beispiele:

Am PC sitzen
Findet die Kleine großartig. Besonders wenn auf dem Schirm viel passiert. Und wenn man auf Papis Schoß sitzen und auf die Tastatur eindreschen kann. Leider hat Mami Papi verboten, mit der Kleinen Fallout 3 zu spielen (ok, das Baby ist ohnehin ein miserabler Schütze. Daran müssen wir noch arbeiten) weil da so viele Monster auftauchen. Dementsprechend surft das Kind mit im Internet. Erstaunlich dabei ist, wieviele neue Fenster und Funktions-Pop-Ups ein einzelnes Baby öffnen kann, wenn es nur einmal seine Patschhändchen mit einem enthusiastischen "Huhh!" über die Tastatur zieht. Ein experimentelles Ablenkungsmanöver, bei dem ich ihr einen vermeintlich kau-sicheren Werbeflyer als Ersatz für die Tastatur anbot, endete in einem mittleren Pappmaché-Desaster.

Fernsehen
Kann gutgehen, muss aber nicht. Wenn die Simpsons oder SpongeBob laufen, ist alles Bestens (unser Baby scheint eine Vorliebe für gelbe Charaktere zu haben). Zapping oder Video sehen ist schwieriger, denn dafür braucht man ja eine Fernbedienung. Selbige ist wichtig für Mami und Papi. Babies finden das schnell heraus und "wollen auch". Die Idee, dem Kind ein ausgedientes Gerät als Ersatz vorzusetzen, kann man getrost vergessen: Baby ist ja nicht blind. Je nachdem also, welche Fernsteuerung man seinem Nachwuchs überlässt, hat man die Wahl, entweder alle paar Sekunden den Kanal gewechselt zu bekommen, die Lautstärke in unbrauchbare Lautstärken gedreht zu kriegen oder, im Falle der Video-Remote, sich mit unvermuteten Standbildern wechselnder Länge konfrontiert zu sehen. "Jack, die Terro". "Risten haben eine Atomb" .... "Ombe. Wir"-"Müssen Sie au". ........... "Fhalten ehe sie sie z". "Ü". "N". "D". "En könn-" Einblendung auf dem Schirm, "Möchten Sie diese Sendung von der Festplatte löschen? Ja/Nein" Alle diese Tastenbefehle werden vom Kind zu 90% durch zahnlose Gaumen und Zunge ausgeführt. Die Anschaffung einer sabberdichten Fernbedienung ist also eine Überlegung wert.

Aber: Dafür heißt es ja auch "Elternzeit" und nicht "Urlaub", oder? Und fernsehen oder vor dem PC hocken könnt ihr auch noch wenn Euer Zwerg schläft. Oder auf den Planeten Eigenebude ausgewandert ist. ;-)

27 Mai 2009

Schau mal wer da tippt

Anke: yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyywwwwwwwwwwwwwwwsssssewwwwwe23w
Ich: huh?
Anke: baby schreibt
ra1wtzv ftfwiku9kl krrrrrrrrrrrrrrrf
Ich: ganz schön viele verschiedene Buchstaben
Anke: dc
+c
eben läuft sie amok
Ich: sieht aus wie eine Botschaft an die Illuminaten.
was, die Mami läuft Amok? halt sie auf, Baby!
Anke: witzisch
Anke: cx x c
,. jn fg bvvvvvvvvvvvvvvvv89u jm
ikkk m ß
ßu|
G1 o
sie läuft grad amok an der tastatur
Ich: macht spaß!
Anke: is jetzt müde
Ich: also wenn ich nur noch zzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz lese ist sie auf der Tastatur eingepennt

03 Januar 2009

Willkommen auf der Welt

EDIT: Nachdem immer wieder gefragt wird wo denn die Bildergalerie ist - die ist hier. Zum Betrachten ist jetzt eine Einladung notwendig: Solltet ihr nicht eingeladen worden sein, bitte schickt uns eine Mail!


3. Januar 2009. Es ist ein klirrend kalter, aber strahlend schöner Wintertag. Um Viertel vor 3 Ortszeit wird in einem Kreißsaal der Frankfurter Uniklinik nach einem 13-stündigen Wehen-Marathon Lana Sophie geboren - 51 cm winzig, 3200 g leicht, und mit den Füßen voran. Statt zu schreien schaut sich die Kleine skeptisch, nach allen Seiten blickend, im Raum um, scheint jeden auf die Relevanz seiner bzw. ihrer Anwesenheit zu prüfen, den Zeigefinger nachdenklich an die Lippen gelegt. Winzige, keuchende Atemzüge füllen die Lungen mit Luft, während der Säugling den lächelnden Blicken von Oberärztin, Hebammen, Mutter und Vater mit einem erschöpften Stirnrunzeln antwortet. 10 Minuten später, in ein sauberes Laken gewickelt und auf Mamas Brust gelegt, sieht die Welt gleich viel rosiger aus. Und sie riecht gut.



Willkommen auf der Welt, kleine Lana Sophie - sie gehört Dir: Geh und heb' sie aus den Angeln, oder stell sie auf den Kopf. Wir sind bei Dir.



Weitere Fotos findet Ihr hier. Und während Ihr sie Euch anseht, hier etwas passende Musik...

Marc Cohn - The Things We’ve Handed Down
("Die Dinge, die wir weitergaben", anhören / Übersetzung. Das ist nicht der Song der im Video läuft!)

Don’t know much about you
Don’t know who you are
We’ve been doing fine without you
But we could only go so far

Don’t know why you chose us
Were you watching from above
Is there someone there that knows us
Said we’d give you all our love

Will you laugh just like your mother
Will you sigh like your old man
Will some things skip a generation
Like I’ve heard they often can

Are you a poet or a dancer
A devil or a clown
Or a strange new combination of
The things we’ve handed down

I wonder who you’ll look like
Will your hair fall down and curl
Will you be a mama’s boy
Or daddy’s little girl

Will you be a sad reminder
Of what’s been lost along the way
Maybe you can help me find her
In the things you do and say

And these things that we have given you
They are not so easily found
But you can thank us later
For the things we’ve handed down

You may not always be so grateful
For the way that you were made
Some feature of your father’s
That you’d gladly sell or trade

And one day you may look at us
And say that you were cursed
But over time that line has been
Extremely well rehearsed

By our fathers, and their fathers
In some old and distant town
From places no one here remembers
Come the things we’ve handed down

18 Oktober 2008

Kleinvieh macht Blogmist

Werbeaufdruck der Woche: "Segmüller - Spezialfabrik für gute Polstermöbel". Man fragt sich doch unwillkürlich, ob direkt daneben die Spezialfabrik für beschissene Polstermöbel steht.
Anschaffung der Woche: Ein Festplatten-Recorder. Kaum steht das Ding 6 Tage hier, weiß man nicht mehr wie man jahrelang mit einer altertümlichen Technik wie einem analogen Videorecorder auskommen konnte. "Hi, i'm a VCR." "And i'm a HDD-recorder. Well VCR, what's up for you today?" "I'm glad you're asking, HD. Today, i'm gonna make programming myself miserably complicated again. Then, i'll manage to miss the start of the timed show by at least 10 minutes, i may even skip it entirely should i feel like it. As an added bonus, whatever i record will be garbled into incomprehensibility by an overused tape. And if i get hungry, i might even eat it." "That's amazing,VCR. I see a long, bright future ahead of you..."
Schreck der Woche: Wenn die Anzeige der Herzfrequenz deines ungeborenen Kindes beim CTG plötzlich auf Null springt und darunter ein dickes rotes Licht angeht. Schön, wenn 3 Sekunden später die Stationsschwester dazu kommt und man merkt, dass sich das Dreckding einfach nur automatisch abgeschaltet hat, weil die programmierte Zeit abgelaufen war. Ist bestimmt mit einem Videorecorder verwandt.
Spruch der Woche (aus Dexter): "Die Frau hat doch ein Abadas-Gesicht." "Was ist denn ein Abadas-Gesicht?!" "Naja, ihr kennt das doch. Der Körper ist der absolute Wahnsinn. Aber das Gesicht..."

02 Juli 2008

Denker-Stirn


Sollte ich mich darüber freuen oder mir Sorgen machen? Naja Sorgen wohl nur wenn es ein Mädel wird und es später wirklich wie Hitch aussieht... (Nachtrag vom September 08: Ok, natürlich wird es ein Mädchen...)